August heißt der Tod, der sie alle mitnimmt…

Wenn der Herbst nicht mehr weit ist, der Krebs aber als Meuchelmörder in einigen herausragenden Fällen schon so nah, daß er besser gleich vollendete Tatsachen zu schaffen gedenkt, dann hat auch der Sommermonat August seine ursprüngliche lichte Anziehungskraft entscheidend verloren.
Ich trauere um Sepp Daxenberger als authentischen grünen Politiker mit Herz, unbändiger Kraft und genuinem Eigensinn. Und ich trauere um Christoph Schlingensief als authentischen Künstler mit Ideen, entfesselter Fantasie und selten gewordenem Mut zu abschüssigen Wegen hinauf in noch unerschlossene teuflische Paradiese. Aber ich trauere auch um viele tausend Menschen in Pakistan, an die der Krebs nicht rangekommen ist, weil sich das Wasser unvergleichlich wichtiger genommen hat: So wichtig, daß es annahm, es müsste sich in solch gewaltigem Ausmaß Bahn brechen, daß Menschen dabei nur im Weg stehen können. Und das taten sie dann auch: Sie standen dem Wasser im Weg und haben dafür mit ihrem Leben bezahlt. So wie Daxenberger vermutlich allzu großer Hoffnung im Weg stand, und wie Schlingensief mit seiner ganzen Erscheinung dem teilweisen Ausmaß sattelfester Idiotie kein Paroli mehr bieten konnte…

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