Wir sind alle kleine Sünder,

und haben deswegen nicht allzu Schlimmes zu verbergen. Die mittlerweile über 18.ooo selbstanzeigewilligen Steuerflüchtlinge sind dagegen richtig große Sünder, was sich schon in den zu erwartenden Steuermehreinnahmen andeutet: Über 1,25 Milliarden verschlingt der deutsche Fiskus aller Voraussicht nach zusätzlich, ein staatliches Sümmchen. Gesündigt wurde also auf großem Fuß, und Füße mit explizit monetärer Geruchsentwicklung tun sich einfach viel schwerer auf ihrem Weg zum Himmel als kleine Füße mit entsprechend geringerer moralischer Belastung. Das soll nicht heißen, daß Menschen auf großem Fuß geholfen werden muss, um einiges erleichtert den Weg ins Paradies anzutreten. Ich finde sogar, es sollte ihnen möglichst schwer gemacht werden.  Vielleicht sogar so schwer, daß sie das Paradies dabei völlig aus den Augen verlieren. Vor allem wenn man bedenkt, daß der Garten Eden auch nicht mehr das ist, was er früher einmal war: Immer öfter sieht sich die Schweiz gezwungen, ihrem  Bankgeheimnis Wesensverwandtheit mit Emmentaler Käsespezialitäten nachsagen lassen zu müssen…

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